TAKEoSEAT: Making Of

Produktdesigner Konstantin im Interview

„Ein echtes Multitalent“

Jetzt mal ehrlich: Welcher Gedanke ging euch durch den Kopf, als ihr von unserem neuen TAKEoSEAT gehört habt? 🤔 Stellt sich da nicht die Frage, wie man eigentlich auf die Idee kommt, einen faltbaren Hocker aus Filz zu designen? Deshalb haben wir einfach mal unseren Produktdesigner Konstantin angequatscht. 😉 Im Interview hat er verraten, was ihn inspiriert hat und wie die Produktidee entstanden ist.

Sag mal, Konstantin, woher kam eigentlich die Inspiration für euren neuen Falthocker TAKEoSEAT?

Puh sehr gute Frage (lacht)! Wir haben uns damals intensiv mit dem Thema des „Agile Working“ auseinandergesetzt und verschiedene Szenarien aufgebaut wie solche Arbeitssituationen aussehen können. Dabei entstand dann die Idee, einen leichten Hocker zu gestalten, der den Anforderungen dieser Arbeitsmethode gerecht wird.

„Agile Working“? Was bedeutet das genau?

Hm, das ist nicht ganz einfach zu erklären, da die Definition zum Teil etwas unscharf sein kann. Es gibt nämlich keine festen Regeln, wie das „Agile Working“ durchzuführen oder zu implementieren ist. Viele Unternehmen finden ihren eigenen Weg und entwickeln individuelle Strukturen.

Fest steht jedoch, dass es ein schnelles Arbeiten ist, bei dem Mitarbeiter selbst entscheiden, wann, wie und wo sie arbeiten wollen.

Es ist also eine sehr dynamische und flexible Arbeitsmethode?

Ja, genau. Dynamisch, flexibel und kreativ! Es geht nämlich auch darum, dass man zusammen mit Kollegen unkonventionelle Problemlösungen und neue Ideen erarbeitet. Beim „Agile Working“ spielt deshalb auch Teamarbeit eine wichtige Rolle.

Und wie kommt man vom agilen Arbeiten zum Designen eines faltbaren Hockers?

Beim „Agile Working“ ist der Austausch und das Zusammenkommen im Team sehr wichtig. Das bedeutet, man arbeitet nicht immer am gleichen Platz. Orte und Räume müssen sich deshalb immer wieder an neue Situationen anpassen und wechselnden Anforderungen gerecht werden.

Manchmal arbeitet man mit Kollegen an einem großen Tisch zusammen, dann arbeitet man konzentriert alleine und ein anderes Mal kommen mehrere Mitarbeiter zusammen, um die Fortschritte des Tages zu präsentieren.

Aus diesem Grund hielten wir es für richtig, eine kleine spontane Sitzgelegenheit zu entwerfen, die man mal eben schnell wegtragen kann und die sich bei Nichtbenutzung platzsparend verstauen lässt.

Was muss die Sitzgelegenheit können, um Unternehmen beim agilen Arbeiten zu unterstützen?

Sie muss leicht genug sein, damit man sie problemlos an verschiedene Orte mitnehmen kann. Egal, ob man an einer kurzen Präsentation teilnehmen möchte, ob man sich schnell zu einem Kollegen an den Arbeitsplatz setzen muss oder ob man einen kurzen Moment alleine in einem ruhigen Eckchen arbeiten will, der Hocker soll in vielen Situationen Anwendung finden und uns die Möglichkeit geben, spontan auf neue Raumstrukturen zu reagieren.

Plaudere mal ein bisschen aus dem Nähkästchen: Wie seid ihr vorgegangen, nachdem ihr über die Idee gesprochen habt?

Nachdem das Konzept stand, haben wir mehrere Wochen ganz frei Ideen gesammelt, ohne sie frühzeitig zu werten oder zu verwerfen. Dieser kreative Prozess ist immer unglaublich spannend, da man nie weiß, was am Ende rauskommt.

Letztlich sind dabei ganz viele tolle Ideen entstanden, die wir dann genauer unter die Lupe genommen haben.

Konstantin, KRETHO Produktdesigner  

 

Warum habt ihr euch schließlich entschieden, einen Hocker zu gestalten?

Wegen unserer Idee des platzsparenden Verstauens. Diese Anforderung konnte ein gefalteter Hocker am besten erfüllen.

Erzähl, wie ging es weiter?

Es folgte eine Phase, in welcher eine geeignete Form gesucht und erarbeitet wurde. Diese haben wir dann in schnellen Modellen aus Pappe aufgebaut und bewertet.

Nachdem wir eine Hockerform gefunden hatten, die sich in nur einer schnellen Bewegung auf- und auch wieder zuklappen lässt, machten wir uns auf die Suche nach einem geeigneten Material. Allerdings hatten wir im Vorhinein schon einen Favoriten: Formfilz.

Warum Formfilz?

Wir finden die Filzhaptik einfach genial! Die Oberfläche des Hockers wird durch das Material weich und warm, bringt aber gleichzeitig die notwendige Flexibilität und Stabilität mit. Außerdem wollten wir auch die Umwelt nicht außer Acht lassen. Formfilz ist nämlich nicht nur leicht und robust, sondern auch zu 100 Prozent recycelbar.

Ist TAKEoSEAT nur für den Einsatz in der Arbeitswelt vorgesehen?

Nee, wegen seiner puristischen Form und seiner auf das Wesentliche reduzierten Funktion kann unser Falthocker fast überall genutzt werden. Von der Studentenwohnung über den Partykeller und die Gartenterrasse bis zum Kinder- und Jugendzimmer sind die verschiedensten Einsatzorte vorstellbar. Ich denke, man kann mit gutem Recht behaupten, dass TAKEoSEAT ein echtes Multitalent ist (lacht).

Lieber Konstantin, wir danken dir für das Gespräch.